Beerdigung in Husby

Es war ein langer Tag: 4 1/2 Stunden hin, dann die Beerdigung von Isas Tante Thea, fast 6 Stunden zurück, da um Hamburg herum nach einem Unfall ein Stau war und die Umleitung durch die Stadt bei Berufsverkehr auch nicht viel Zeitersparnis brachte.

Schade eigentlich, dass man manche Verwandtschaft immer nur auf Beerdigungen trifft. Es war schön, mal wieder mit einigen aus der Sippe zu reden.

Geburtstag bei Rita

Gestern abend haben wir Rita Ijzendoorns Geburtstag gefeiert. Eine schöne Fete, das Essen war gut, und besonders die Aufführung von Isas „Lenkertruppe“ hat allen gut gefallen.

Aber: die Partyhalle von Hidding war akustisch eine einzige Katastrophe! Der Raum ist so akustisch „trocken“, dass nach einiger Zeit der Lärmpegel unzumutbare Werte erreicht. Nicht nur ich musste zwischendurch anch draußen gehen, da einem irgendwann „die Ohren abzufallen“ drohten.

Bemerkenswert: selbst Monika, die sonst gegen laute Musik etc. nichts einzuwenden hat, sagte, dass sie diese Halle für ein Fest sicherlich nicht anmieten würde wegen des Radaus.

Schade eigentlich; sonst war die Feier sehr schön und gelungen.

Wer in Fremdwörtern nicht konfekt ist, …

… sollte damit auch nicht renovieren!

Sachen gibts: gerade habe ich in der Dienststelle einen Text gelesen, der vor sog. „Plastikwörtern“ nur so strotzt. Warum sind Leute nicht in der Lage, so zu schreiben, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist?

Wenn dann jedes erreichbare Verb substantiviert wird und fast der gesamte Text auch noch im Passiv daherkommt, ist das Ergebnis so aktuell wie eine Kabinettsorder zu Metternichs Zeiten. Peinlich, wenn dann noch „Gravidität“ (Schwangerschaft) mit „Gravitation“ (Schwerkraft) verwechselt wird – eine „extrauterine Gravitation“ lässt den letzten Rest von ernsthafter Befassung mit dem Text zerstieben.

Merke: eine Popeline ist nicht etwa, wie Sie meinen, die weibliche Form des Nasensekrets, sondern die Ehefrau eines orthodoxen Geistlichen!

Ein verlorener Abend!

Gestern waren Isa und ich im Stadttheater: „Geschichten aus dem Wienerwald“ von Ödön von Hovath. Mit einem Wort: ein verlorener Abend!

Ich weiß nicht (mangels Textbuchkenntnis), ob das Stück selbst oder die Dramaturgie/Regie es ausgemacht haben, aber ich halte diese Inszenierung für primitiv bis dekadent. Wenn denn Horvaths Stück überhaupt eine Botschaft haben sollte, so ist sie in der Aufführung vor lauter Pseudo-Aktualisierung nicht erkennbar geworden.

Mein Kommentar: Besuch nicht empfehlenswert!

Schade – leider habe ich wegen dieser merkwürdigen Inszenierung das zeitgleiche Orgelkonzert im Dom nicht besuchen können.

Gibts hier jemanden, der dieses Stück auch gesehen hat? Antwort und Diskussion erwünscht!

Bescheuert hoch drei!

Heute las ich in der Zeitung, dass irgendwo in Deutschland nun Versuche starten werden, eine führerlose U-Bahn einzusetzen (die U-Bahn soll automatisiert ohne Fahrpersonal fahren).

Welch‘ ein Quatsch!

Ich kann mir schlechterdings nicht vorstellen, dass dies irgendeinen Fahrgast besonders amüsieren wird. Ich jedenfalls möchte nicht in einem Fahrzeug sitzen, das ohne Betriebspersonal durch die Gegend fährt und dabei für irgendwelche Sicherheitsprobleme darauf vertrauen, dass eine Maschine erkennt, was gerade los ist.

Ich halte das für eine erneute hypertrophe Idee irgendwelcher Leute, die meinen, im Personalabbau (hier der U-Bahn-Fahrer) das Ei des Kolumbus gefunden zu haben, um möglicherweise Defizite des Verkehrsbetriebes zu senken.

Henry Ford soll gesagt haben, dass es wichtig sei, die Preise seiner Autos so zu gestalten, dass sich seine Arbeiter diese auch leisten können. Wenn jeder dahergelaufene Betriebswirt in Personal einen Kostenfaktor sieht, den es zu minimieren gilt, wer soll dann die Produkte noch kaufen, wenn am Schluss niemand mehr Arbeit hat?

Nach meiner Meinung sollte man endlich den Betriebswirten mal wieder etwas mehr Volkswirtschaft beibringen (wenn denen denn der gesunde Menschenverstand schon systematisch im Studium ausgetrieben wird)!