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Schafft sich Nordwalde eine “Vogelgrippe-Retorte”?
Dieser Eintrag stammt von Christoph Am 5.5.2009 @ 22:03 In politisches, Allgemein | 1 Kommentar
Die Sorge der Anwohner der geplanten Hähnchenmastanlage um Wertminderung ihrer Grundstücke und mögliche Geruchsbelästigungen ist aus meiner Sicht sehr zu verstehen. Allerdings dürfte es keine Lösung sein, die Anlage unmittelbar an die schon bestehende Hofstelle zu verlagern.
Gerade die derzeitige Grippesituation ist en Beleg dafür, dass die unmittelbar benachbarte Haltung von Schweinen und Geflügel eine große Wahrscheinlichkeit für die Rekombination von Viren bietet, die dem Menschen gefährlich werden können. Eine Geflügelmastanlage neben einer Schweinemastanlage wäre also ein hohes Risiko dafür, dass dort verschiedene Virenstämme einen gefährlichen “Cocktail” hervorrufen, der dann zur Quelle hoch infektiöser und möglicherweise auch hoch gefährlicher Erkrankungserreger für den Menschen werden kann. Schweine- und Geflügelhaltung entsprechend weiträumig voneinander getrennt zu halten ist also ein Gebot der Vernunft, und ich bin mir nicht sicher, ob der jetzt geplante Abstand bereits ausreicht, dieses Risiko einigermaßen sicher zu vermeiden. Der Kreis wird sicherlich auch diese Frage bei seiner Beurteilung, ob die geplante Anlage überhaupt genehmigungsfähig ist, zu berücksichtigen haben.
Jedenfalls hielte ich es nicht für besonders werbewirksam für unseren Raum, wenn es irgendwann einmal eine Pandemie geben sollte, die “Nordwalde-Grippe” heißt!
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