Ein Tag in Europa

Dienstag, 17. Februar 2009: in Berlin, Düsseldorf und Wiesbaden wird fieberhaft daran gearbeitet, einen der großen Autobauer in Deutschland mit seinen Tausenden von Arbeitsplätzen zu retten, NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ist für Verhandlungen hierzu sogar nach Washington gejettet, an anderer Stelle wird darum gerungen, die Auswirkungen der Bankenkrise nicht zu einem Kollaps der Realwirtschaft werden zu lassen und katastrophale Folgen für die Menschen im Land möglichst einzudämmen.

Da hört man aus Brüssel, was die wirklichen Probleme für die Menschen in Europa sind: 100 Watt-Glühbirnen werden ab August verboten - toll, mit welchen existenziellen Problemen unsere Europaparlamentarier sich derzeit befassen! Und dann kommt der endgültige Brüller in den Nachrichten: die EU-Kommission (weitestgehend bestehend aus abgehalfterten Politikern wie Herrn Verheugen, die in ihren jeweiligen Heimatländern nicht mehr sinnvoll verwendet werden konnten und daher nach Brüssel entsorgt wurden - du weisst schon: “hast Du einen Opa, dann schick’ ihn nach Europa”) hat auf der Suche nach der ultimativen Lösung den Stein der Weisen entdeckt! Ab 2012 sollen in Europa für Handys einheitliche Netzladegeräte verwendet werden! Boah ey - warum ist darauf nicht schön früher jemand gekommen, dann ginge es uns allen jetzt viel besser!

Im Ernst: wenn dies die Politikschwerpunkte des “neuen Europa” sein sollen, dann kann ich nur hoffen, dass Karlsruhe den Lissabon-Vertrag alsbald kippt.

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