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- Allgemein (35)
- politisches (3)
- 31.8.2010: Land unter!
- 5.5.2009: Schafft sich Nordwalde eine "Vogelgrippe-Retorte"?
- 19.4.2009: "Das schlaue Füchslein"
- 16.4.2009: Jetzt kommt der Frühling mit Macht!
- 22.2.2009: "Verstaatlichung" - warum nicht?
- 17.2.2009: Ein Tag in Europa
- 11.12.2008: Nachbarschaft macht mit bei Bispinghof-Stiftung
- 23.11.2008: 40 Jahre musica sacra
- 22.11.2008: Erster Schnee des Jahres
- 7.9.2008: Konzert zur Nordwalder Sommernacht
Land unter!
31.8.2010 von Christoph.
Das Hochwasser am vergangenen Wochenende (”extreme Starkregenfälle” sagte der Wetterdienst) hat uns in Nordwalde besonders getroffen. Und das schlimmste ist: in der Nachbarschaft ist ein Öltank geborsten, das Öl hat sich im gesamten Wohngebiet verteilt und damit auch in unserem Kriechkeller! Bei uns stinkts im Moment wie an einer Tankstelle.
Ansonsten war unser Schaden eher gering: zwei Weinflaschen haben ihre Etiketten verloren, und der Keller musste vom angesammelten Prüddel entrümpelt werden. Das wars dann aber schon. Nur der Gestank - wir lüften augenblicklich durchgehend (Empfehlung der Leute vom Kreisumweltamt), eine “chemische Sanierung” ist erst möglich, wenn die Wände wieder trocken sind. Ich hoffe, dass dies nach unserem Urlaub in zwei Wochen der Fall sein wird.
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Schafft sich Nordwalde eine “Vogelgrippe-Retorte”?
5.5.2009 von Christoph.
Die Sorge der Anwohner der geplanten Hähnchenmastanlage um Wertminderung ihrer Grundstücke und mögliche Geruchsbelästigungen ist aus meiner Sicht sehr zu verstehen. Allerdings dürfte es keine Lösung sein, die Anlage unmittelbar an die schon bestehende Hofstelle zu verlagern.
Gerade die derzeitige Grippesituation ist en Beleg dafür, dass die unmittelbar benachbarte Haltung von Schweinen und Geflügel eine große Wahrscheinlichkeit für die Rekombination von Viren bietet, die dem Menschen gefährlich werden können. Eine Geflügelmastanlage neben einer Schweinemastanlage wäre also ein hohes Risiko dafür, dass dort verschiedene Virenstämme einen gefährlichen “Cocktail” hervorrufen, der dann zur Quelle hoch infektiöser und möglicherweise auch hoch gefährlicher Erkrankungserreger für den Menschen werden kann. Schweine- und Geflügelhaltung entsprechend weiträumig voneinander getrennt zu halten ist also ein Gebot der Vernunft, und ich bin mir nicht sicher, ob der jetzt geplante Abstand bereits ausreicht, dieses Risiko einigermaßen sicher zu vermeiden. Der Kreis wird sicherlich auch diese Frage bei seiner Beurteilung, ob die geplante Anlage überhaupt genehmigungsfähig ist, zu berücksichtigen haben.
Jedenfalls hielte ich es nicht für besonders werbewirksam für unseren Raum, wenn es irgendwann einmal eine Pandemie geben sollte, die “Nordwalde-Grippe” heißt!
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“Das schlaue Füchslein”
19.4.2009 von Christoph.
Ich war gestern eher skeptisch nach Münster gefahren - “Das schlaue Füchslein” hat mir bislang nichts gesagt; also eine völlig neue Oper für mich!
Am Ende der Aufführung war ich aber beeindruckt - ergriffen - überzeugt: eine liebevoll ausgestattete kleine Oper aus den 20ern des vorigen Jahrhunderts, hervorragend dargeboten und mit Ideen und gutem Geschmack “über die Rampe gebracht”. Sowohl inhaltlich als auch musikalisch als auch inszenatorisch hat Münster damit in meinen Augen ein “Kabinettstückchen” geliefert, das man anderen Opernbesuchern nur wärmstens ans Herz legen kann. Danke an das gesamte Ensemble für einen wirklich gelungenen Opernabend!
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Jetzt kommt der Frühling mit Macht!
16.4.2009 von Christoph.
Seit Ostern hat der Frühling nun wirklich Einzug gehalten: Temperaturen über 20 Grad sowie viel Sonne machen Lust auf den Sommer.
Gestern Abend war bei Brodessers “Angrillen” - und außerdem flogen die ersten Maikäfer durch die Nacht.
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“Verstaatlichung” - warum nicht?
22.2.2009 von Christoph.
Von manchem Markt- bzw. Ordoliberalen werden derzeit “Krokodilstränen” geweint, wenn im Gegenzug zur finanziellen Stützung angeschlagener Unternehmen eine entsprechende Einflussnahme der Regierungen eingefordert wird - der Staat solle sich nicht in die Unternehmertätigkeit einmischen, ist dann noch eine der “zahmeren” Formulierungen, die insbesondere eine Übernahme von Aktienpaketen dieser Gesellschaften durch den Staat als einen wahren Sündenfall beschreiben.
Ich meine jedoch: es ist nichts weiter als normal, wenn die Bürgerinnen und Bürger, die mit ihren Steuergroschen heute und in Zukunft diese - notwendigen - Maßnahmen finanzieren, dann auch an Entscheidungen und hoffentlich positiven Zukunftsentwicklungen beteiligt sein wollen. Am Beispiel der Düsseldorfer Privatbank IKB hat die FAZ, der man sicherlich keine übertriebene Nähe zu sozialromantischem Gedankengut vorwerfen kann, schon am 22. August 2008 vorgerechnet, dass bei den Stützungsmaßnahmen jede Bürgerin und jeder Bürger mit ca. 125 Euro unfreiwillig beteiligt worden sind, bevor dann nach Befreiung von den Altrisiken diese Bank einem US-amerikanischen Finanzinvestor zum Geschenk gemacht worden ist.
Wenn wir als Steuerzahlerinnen und Steuerzahler nun zur Sanierung der Hypo Real Estate oder möglicherweise auch von Opel beitragen sollen, hielte ich es nur für recht und billig, wenn wir dann auch durch unsere gewählten Vertreter z.B. am Aktienkapital, an den Entscheidungsgremien und an der Entwicklung dieser Gesellschaften beteiligt würden. Die Einhaltung von Auflagen z.B. zur Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung wäre auf diesem Weg leicht zu kontrollieren und durchzusetzen. Gelingt die Sanierung, würde die Steigerung des Aktienwertes und die Ausschüttung von Dividenden zur Rückführung der für die Sanierung aufgenommenen Kredite eingesetzt werden können und die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler von generationenlangen Folgekosten entlasten - gelingt die Sanierung nicht, stünden wir gegenüber der Jetzt-Situation auch nicht schlechter da!
Unsere Regierung sollte sich also nicht scheuen, Sanierungsmaßnahmen wie Kredite, Bürgschaften und unmittelbare Finanzspritzen von einer Übernahme entsprechender Aktien- oder Anteilsmehrheiten abhängig zu machen. Erst dann stünden Unterstützungsleistung und Gegenwert in einem angemessenen Verhältnis zueinander!
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